Mit rund 30.000 aktiven ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern an 600 Standorten in ganz Deutschland gehört der Malteser Hilfsdienst e. V. zu den großen Hilfsorganisationen in Deutschland. In Fröndenberg sind die Malteser seit 1984 aktiv:
In den letzten Jahren sind viele aktive Malteser aus Fröndenberg berufbedingt in andere Städte gezogen. Wir suchen daher neue Mitglieder in allen Altersgruppen, die sich aktiv bei uns einbringen möchten.

Die Breitenausbildung in der ersten Hilfe gehört zu den Kernaufgaben
der Malteserarbeit. In Fröndenberg bieten wir neben Kursen für Führerscheinbewerber
und Bewerberinnen, Ausbildungen der erste Hilfe für unterschiedliche
Zielgruppen, sowie Fortbildungen für Schwesternhelferinnen und Pflegediensthelfer an.
Beschreibungen der Ausbildungen sind unter
Ausbildungen zu finden.
Eines unserer Aufgabengebiete ist die Durchführung von Sanitätsdiensten (SAN-Diensten) im Stadtgebiet Fröndenberg. Auch bei Einsätzen im Kreis Unna sind wir in Zusammenarbeit mit anderen Malteseruntergliederungen anzutreffen.
Typische Veranstaltungen, bei denen auf jeden Fall eine sanitätsdienstliche Betreuung zu empfehlen ist, sind zu Beispiel Sportveranstaltungen wie Fußballturniere. Aber auch Osterfeuer und andere Veranstaltungen mit besonderen Gefahrenquellen sind hier zu nennen. Ein SAN-Dienst sollte auf jeden Fall bei größeren Menschenansammlungen erfolgen. Je nach Ort der Veranstaltung können wir auch eine mobile Sanitätsstation stellen. Diese Fahrzeuge sichern bei größeren Veranstaltungen unter freiem Himmel, wie z.B. einer Kirmes, die Privatsphäre des Betroffenen. Zudem sind sie gut sichtbare Anlaufstelle für Personen mit kleineren Problemen und Verletzungen.
Auch hier noch einmal der Hinweis und die Bitte Anfragen rechtzeitig zu stellen um besser planen zu können.
Mehr dazu unter
Dienstleistungen.

Es gibt bei den Maltesern die Möglichkeit sich im Katastrophenschutz aktiv als Helfer zu beteiligen.
Der Katastrophenschutz wird vom Kreis Unna organisiert. Alle Mitglieder unserer
Einheit nehmen verschiedene Aufgaben ehrenamtlich war. Wir aus Fröndenberg werden in einer Betreuungsgruppe
eingesetzt. Unsere Aufgabe ist es, betroffenen Personen mit allen notwendigem
bei einer Großschadenslage zu
versorgen: Dies kann ein Übernachtungsmöglichkeit, Bekleidung oder eine
warme Mahlzeit sein.
In unserer Katastrophenschutzeinheit gibt es weitere Gruppen. So existiert
eine Feldküche, eine Sanitäts- und eine Technikgruppe. Alle diese Gruppen
sind in Kamen untergebracht. Dort stehen auch unsere verschiedene Fahrzeuge, vom Motorrad über
Krankentransportwagen bis zu Material- und Mannschaftsfahrzeugen.
Die Gruppe des Katastrophenschutzes übernimmt aber nicht nur Aufgaben im
Falle eine Großschadenslage sondern auch immer wieder größere Sanitätsdienste,
wie z. B. ein Fußballturnier in Unna, dass in mehreren Sporthallen
gleichzeitig ausgetragen wurde.
Für verpflichtete Helfer besteht die Möglichkeit, sich vom Wehr- oder
Zivildienst zu befreien
(
Freistellung vom Wehrdienst).
Kontinuität erlangt man durch ständigen Nachwuchs. Wir Malteser haben schon immer unsere Jugendarbeit gepflegt. Vor fünfzehn Jahren gründete Frau Elke Heimann-Kanne, ehemalige Stadtbeauftragte, die erste Malteser-Jugendgruppe in Fröndenberg. Seither fanden zahllose Gruppenabende statt. Die Orte wechselten über die Jahre und über Intensivseminare wurden ständig neue Gruppenleiter ausgebildet. So konnten wir stets ein interessantes Angebot für Kinder und Jugendliche schaffen. Erste Hilfe, Spieleabende, Zeltlager und noch viel mehr spannende Themen fanden großen Zuspruch. Auch heute, im Fröndenberger Don-Bosco-Heim, trifft man sich jeden Freitag von 18,00 bis 19,00 Uhr.

Seit Gründung des Malteser Hilfsdienstes in Deutschland ist die
Auslandsarbeit ein fester Bestandteil seiner Aufgaben. Mit dem Fall der Mauer
1989 und dem Sichtbarwerden der Not in Osteuropa haben die Malteser ihr
Engagement im Ausland deutlich ausgeweitet. Die Arbeit in Mittel- und Osteuropa
wird seitdem von einer großen Zahl aktiver Gliederungen und ehrenamtlicher
Helfer getragen. So hat die Diözese Paderborn beim Aufbau des Malteser
Hilfsdienstes in Polen mitgewirkt und unterhält zahlreiche Patenschaften.
Die Patenschaft mit der Stadt Pila aus der Diözese Koszaline/Kollberg existiert
jetzt bereits seit 1997 und wird seitdem intensiv gepflegt. Die Malteser unterstützen
beratend den Aufbau eigener Strukturen vor Ort in Kooperation mit der lokalen
Kirche. Langfristig sollen die jungen Malteserverbände in der Lage sein,
eigenständig zu arbeiten und sich aus eigenen Mitteln zu finanzieren.
Aus dieser Zusammenarbeit der Diözesen entstand auch die Begleitung
einer Pilgerfahrt nach Tschenstochau (Częstochowa) (siehe
Sanitätseinsatz bei der Fußpilgerfahrt in Polen 2002 und
2003).

Stabile Seitenlage, Verbände und Widerbelebung sind natürlich Gegenstand unserer wöchentlichen Gruppenabende. Wir versuchen aber regelmäßig andere Themen aufzugreifen. So informierten wir uns über Betreuung von Kriminalitätsopfern, beschäftigten uns mit dem Thema Zivilcourage und diskutierten über Hospizarbeit. Natürlich sollen die Treffen auch Spaß machen. Ausprobieren von Brettspielen oder Videoabende gehört für uns einfach dazu und natürlich wird im Sommer auch regelmäßig der Grill angeheizt.
In unsere Räumlichkeiten im Don-Bosko-Heim konnten wir 1998 einziehen. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten durch unsere Gruppe steht uns jetzt das Dachgeschoss des Gebäudes für Ausbildungen und Gruppenabende zu Verfügung. Der Schulungsraum ist mit Videorekorder, Tageslichtprojektor und Tafeln für Ausbildungen ausgestattet. In einem kleinem Büro können wir die anfallenden Verwaltungsarbeiten durchführen und eine große Küche dient als Treffpunkt. Sie wird von der Jugendgruppe oft genutzt, um leckere Spezialitäten zu kochen. Zusätzlich habe die Jugendlichen noch einen eigenen Sofaraum. Wie bei vielen alten Gebäuden ist die Renovierung aber eine Dauerbeschäftigung.

1608 km haben Radfahrer aus Polen und Deutschland von Brüssel nach Wrocław (Breslau) zurückgelegt,
um auf die Malteser Arbeit in Deutschland und Polen aufmerksam zu machen.
Ein riesiges Medieninteresse begleitet nicht nur den Empfang in Breslau,
sondern die gesamte Tour.
Zugleich wurden Spenden gesammelt, die ein Projekt der Bruder Albert Stiftung in Wrocław, den Aufbau einer Sanitätsstation
für Obdachlose, ermöglichten.
Bei diesem Projekt stellten die Fröndenberger Malteser die Größte Gruppe. Vier radfahrbegeisterte Fröndenberger,
Tobias Brügge, Jürgen Dupke, Thorsten Helmke und Marcus Mucks
fuhren mit dem Rad durch die Mitte Europas. Zusätzlich wurde das Promotion-Team durch den Fröndenberger Stadtbeauftragten
Winfried Busch unterstützt, der auch bei der Vorbereitung der Tour ein Großteil der Arbeit geleistet hat.

Für unsere offiziellen Bekanntmachungen wurdem im Bereich des Fröndenberger Marktplatzes und an der Marienkirche Schaukästen aufgestellt. Wir bedanken uns bei den Fröndenberger Geschäfts- und Firmeninhaber, die uns bei diesem Projekt unterstützt haben. Ihnen wurden Werbeflächen in den Schaukästen zu Verfügung gestellt.