Malteser
Ortsgruppe Fröndenberg

Aktion "Abenteuer Helfen" zum Kinderferienspaß 2005

Hellweger-Anzeiger, 02. August 2005

Geschminkte Wunden und eine Rundfahrt im Rettungswagen

"Abenteuer Helfen": Elf Kinder lernten bei der Malteser­jugend Erste Hilfe

Gruppenfoto: Kinder mit Verbänden
Zum Glück war keine dieser Wunden wirklich echt: Spielerisch machten am Sonntagnachmittag elf Kinder beim "Abenteuer Helfen" der Malteserjugend erste Erfahrungen im richtigen Umgang mit Verletzungen.   • Fotos (2): Niemeyer

Von Christoph Höing

FRÖNDENBERG • Im Notfall muss jeder Handgriff sitzen. Was im Fall der Fälle zu tun ist, lernten am Wochenende spielerisch elf Jungen und Mädchen beim "Abenteuer Helfen" mit den örtlichen Maltesern im Haus Stentrop.

Helfen zu wollen und helfen zu können sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Gerade beim Leisten von Erster Hilfe ist dieser Unterschied entscheidend. Das haben die Frönden­berger Malteser erkannt und konfrontieren schon die Kleinen mit großen Aufgaben.

Die Jugend­abteilung des Vereins richtete im Rahmen des Ferien­spaßes am Sonntag einen Erste Hilfe-Schnupperkurs am Haus der Mitte in Stentrop aus. Unter dem Motto "Abenteuer Helfen" betreute unter anderem der stell­vertretende Malteser Stadt­beauftragte, Thorsten Helmke, die elf angemeldeten Jungen und Mädchen. "Im Grunde wollen wir den Kindern durch das Spiel den Spaß am Helfen vermitteln und sie darauf aufmerksam machen, dass es Organi­sationen wie uns gib", erklärte er am Sonntag.

Anlegen eines Verbandes
Immer schön vorsichtig: Das Anlegen eines Verbandes ist kniffliger als es auf den ersten Blick aussieht.

Geplant waren gruppendynamische Spiele unter freiem Himmel. Leider waren die Betreuer bereits nach der ersten Kennen­lernrunde gezwungen, aufgrund der schlechten Werlerlage zu improvisieren. Unter dem Schutz eines Holz­verschlages wurde der Gruppe der fachgerechte Umgang mit einem Mull­verband beigebracht. Natürlich unter dem Vorbehalt, dass die jungen Sanitäter erst zwischen acht und zwölf Jahren alt waren.

Die Kleinen wurden beim "Abenteuer Helfen" in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe ließ sich abenteuerlich schminken und mit Aufklebewunden versehen, während die andere erste Handgriffe an der Mullbinde lernte, um später die fiktiven Wunden ihrer Gegenüber zu verbinden. Das Ganze im Wechselspiel.

Nachdem sich die nachmit­täglichen Regenschauer verzogen hatten, konnten auch die geplanten Spiele für draußen wieder ins Programm aufgenommen werden. So wurde zum Beispiel ein Eimer Wasser auf eine Rettungs­trage gestellt und in Zweier-Teams eine zuvor abgegteckte Strecke getragen. Das Team, dessen Eimer nach Ziel­einlauf noch am vollsten war, hatte gewonnen. Zur Freude der Kinder konnte auch noch gegrillt und Stock­brot am Feuer geröstet werden.

Der Höhepunkt für die Nachwuchs-Sanitäter war allerdings die Rundfahrt mit einem echten Rettungs­wagen durch die Stentroper Straßen. Thorsten Helmke zeigte sich zufrieden. "Den Kindern und uns hat der Tag viel Freude bereitet. Wir hoffen, sie in ein paar Jahren bei den regulären Malteser-Abenden wieder zu sehen".

Für Jugendliche ab zwölf Jahren organisiert die Malteser­jugend ebenfalls im Programm vom Ferien­spaß noch eine Erlebnis­tour durch die 370 Millionen Jahre alte Klutert­höhle. Los geht es am kommenden Samstag, 6. August. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Bahnhof in Fröndenberg. Weitere Informationen zur Aktion gibt es nachzulesen im Internet unter www.malteser-froendenberg.de.